Elke Maja Kinz

Elke Maja Kinz

Kurzporträt

Geboren bin ich 1965 in Freiburg, aufgewachsen am schönen Bodensee als Mittlere von drei Schwestern.

Meine Eltern waren beide Lehrer – und auch ich wurde Lehrerin (Studium der Waldorfpädagogik von 1989-92 sowie 1996/97). Zunächst aber war ich Mutter im Hauptberuf; heute bin ich sehr dankbar dafür, diese wichtige Zeit mit meinen Kindern geteilt zu haben. Der Impuls, mich intensiv mit Biografiearbeit zu beschäftigen, stellte sich in einer Lebenskrise mit 37 Jahren ein.

Die Ausbildung in Biografiearbeit erfolgte von 2004 bis 2007 bei „Living-way – Lebenswege“ .

Eine Weiterbildung in Mediation (2007/2008) schloss sich an, denn das Thema „Konflikt und Konfliktfähigkeit“ beschäftigte mich seit dem 18. Lebensjahr – und hier, in der Biografiearbeit, schien es mir einen wesentlichen Beitrag leisten zu können.

Die ersten beruflichen Erfahrungen in diesen Feldern sammelte ich zwischen 2006 und 2011, u.a. unterrichtete ich Biografiearbeit und Helfendes Gespräch an der Ita-Wegman-Bildungsstätte für künstlerische Therapie und neue Lernwege in Weimar (die leider als kleine Ausbildungsstätte inzwischen ihre Pforten schließen musste).

Bedingt durch die Trennung vom Vater meiner zwei Kinder und die begleitenden Lebensumstände folgten Jahre, in denen ich ausschließlich als Fremdsprachenlehrerin tätig war, sowohl an der Waldorfschule als auch freiberuflich im Begleiten einzelner Schüler. Im Arbeitsumfeld gab es reichlich Gelegenheit, mit den Themen Biografie und Konflikt umzugehen.

Eine Erkrankung, die kurzzeitig in eine lebensbedrohliche Situation mündete, bewirkte eine entscheidende Zäsur – und führte zum Wiederaufgreifen des Impulses, mit der Biografiearbeit tätig zu werden. Mich interessierte besonders, inwieweit und auf welche Weise Biografiearbeit heilende Kräfte entfalten kann. Das bedeutete für mich auch, Biografiearbeit nicht mehr nur als beratende Tätigkeit anzusehen, sondern sich der Frage ihrer therapeutischen Dimension anzunähern. In diesem Zusammenhang Beginn einer Weiterbildung „medizinisch-therapeutische Aspekte der Biografiearbeit“ sowie die Vorbereitung auf die staatliche Prüfung zur Heilpraktikerin Psychotherapie, die ich 2017 erfolgreich ablegte.

Verschiedene Fortbildungen in den Bereichen Psychotherapie und Schicksalsarbeit, u.a.
Schicksalslernen nach Coenraad van Houten
– Basisausbildung Integrative Psychotherapie
– EMDR

brachten jeweils eine Vertiefung der Erfahrungen und Möglichkeiten mit sich.

Durch meinen Hintergrund als Fremdsprachenlehrerin kann ich  Konsultationen auch in englischer, russischer und französischer Sprache anbieten.

Pädagogisches Arbeiten (besonders im Fremdsprachenbereich) ist mir auch weiterhin ein Herzensanliegen : Zu mir kommen Schüler*innen verschiedenster Altersstufen und aus den verschiedensten Gründen, um sich eine Zeitlang auf ihrem Lernweg begleiten zu lassen; und ich unterrichte an einer psychiatrisch-psychotherapeutischen Tagesklinik für Kinder und Jugendliche. Es zeigt sich im Begleiten einzelner Schüler*innen, wie sensibel die Möglichkeiten des Lernens mit dem gesamten biografischen Kontext verwoben sind.

Fragen, die mich besonders beschäftigen:

  • Wie können wir lernen, so mit Konflikten umzugehen, dass sie letztlich zu Wachstum und Reifung sowohl des Einzelnen als auch der Gemeinschaft beitragen?
  • Welche Wirkungen haben Krankheit und Trauma in einer Biografie, und welche Möglichkeiten zur Integration solch einschneidender Ereignisse in die Biografie gibt es?
  • Welche Wege gibt es, um Schicksalsereignisse so zu verarbeiten, dass das anfängliche Gefühl der Ohnmacht sich zu einem Tor öffnet und uns eine neue Daseinsschicht erschließt?

Ich betrachte mich nicht als Anhängerin eines in sich geschlossenen Weltbildes oder einer bestimmten –  jeweils andere Richtungen ausschließenden –  Therapieschule, lege aber Wert auf ein ganzheitliches Welt- und Menschenbild, zu dem auch eine spirituelle Ausrichtung gehört.

Es ist mir wichtig, ein Lernender zu bleiben: pädagogisch, beratend , therapeutisch  – im Leben.

Elke Maja Kinz

„Verstehen ist eine nicht endende Tätigkeit, durch die wir Wirklichkeit, in ständigem Abwandeln und Verändern, begreifen und uns mit ihr versöhnen, das heißt, durch die wir versuchen, in der Welt zu Hause zu sein.“

Hannah Arendt